Himmelslinien

Es mag die meisten ebenso überraschen, wie mich: Yann Tiersen scheint mit der Wiederentdeckung von Synthie-Effekten und E-Gitarren seine Schaffensfreude noch mal gehöhrig gesteigert zu haben.

Erst letztes Jahr meldete der Franzose sich nach längerer Pause mit Dust Lane wieder zurück und tourte umfangreich auch durch Deutschland. Nun gibt es gleich das nächste Werk, das nicht stark vom Vorgänger abzuweichen scheint. Wer den neuen Sound von Tiersen mag, wird dieses Album ebenso mögen und sich noch mehr darüber freuen, dass bereits am 25. November ein Konzert bei uns in Leipzig stattfindet (weitere Tourdaten hier).

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Image © by Tihana.

Boooo

Da soll noch einer sagen, Ska klänge immer gleich und wäre nur monotones Herumhüpfen mit Blasinstrumenten. Die – im Leipzig/Dresdner Raum heimische – Kapelle names Yellow Umbrella hat die Erzählung über den Reggaehasen Booo von Jens Strohschnieder vertont und inszeniert diese nun im Neuen Schauspiel Leipzig. Zur Musik wird die Handlung mit Puppen nachgespielt:

Der König des Reggaewaldes hat den Proberaum geschlossen, weil er nicht mehr tanzen kann. Der Reggaehase BOOOO will unbedingt wieder Musik hören und bittet drei Tanzlehrer aus der ganzen Welt um Hilfe. Doch weder Mohammed Kamel noch Enrique Papagei noch Schlomo Katze können den alten muffeligen König zum Tanzen bringen. Das gelingt erst der hübschen Häsin Josi mit Unterstützung aller Kinder des Waldes.

Eine großartige Kombo, die wohl viele Anhänger finden wird. Weitere Details und Infos zu Aufführungen gibt es beim Neuen Schauspiel.

Die Gesellschaft und Marc-Uwe

Groovy, Funky, Yeah, Yeah, Yeah! Er geht wieder auf Tour!
So richtig was Neues gibts von Marc-Uwe Kling zwar nicht zu hören – von revolutionärer Bandbegleitung abgesehen – aber das brauch er auch gar nicht. Denn seine Hits sind zeitlos: Scheißverein, Hörsprechgarnitur oder auch La La Langweilig. Davon sollte man sich am besten selbst begeistern lassen. Ob mit Concerto Grosso, live und in Farbe (am 24. Mai auch in der Morizbastei) oder auf frisch erschienener Compact Disc…

Die brandneue Hitsingle Na Na Na Na gibts nach dem Klick

Siebzehn Hippies [live@LE]

© Foto: Johannes Raskopp

Eigentlich bedarf es bei dieser Gruppe kaum noch Worte. Denn ihre Musik ist jenseits des breiten Mainstreams so bekannt, wie ein bunter Hund. Und das ist fast wörtlich zu nehmen. Denn die 17 Hippies spielen so ziemlich alles, was Spaß macht: Ob schnelle Akkordeon/Banjo/Gitarren-Melodien mit urhessischen Text oder getragene französich/spanisch-sprachige Balladen.

Weiterlesen! [und mehr zur Tour...]

Much inspired by Bach

Als Band hat man es heutzutage schwer. Im bunten Potpourri hervorzustechen, aus immer mehr Gruppen – rund um den Globus verteilt, die alle exzellente Musik machen. Dazu bedarf es schon einiger Alleinstellungsmerkmale. Kakkmaddafakka können da gleich auf ein ganzes Bündel zugreifen. Bin ich anfangs vor allen über den norwegischen Namen gestolpert, gefiel mir die bunte Mischung aus vielen eingängigen Musik-Stilen und das billig-geniale Video immer besser. Und dann spielten die Jungs auch noch hier vor Ort.
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Haie im Flipperpelz in der MB

Freunde der gepflegten Zupftsaitenunterhaltung, es ist wieder soweit: Die Monsters of Liedermaching machen sich erneut auf unterhaltsame Rundreise um ihren neuen Silberling vorzustellen. Wer die sechs Ausnahme-Barden noch nicht kennen sollte, dem sei der Besuch einer ihrer Konzerte wärmstens empfohlen.

Ein jeder, der hier mit mir in Leipzig verweilt, kann dies diesen Freitag (08.04.) in der Moritzbastei tun. Allen anderen sei schnellstens der Klick auf die Tourdaten empfohlen. Denn in der Regel touren die Monsters das gesamte Jahr über quer durch Deutschland, wordurch die Wahrscheinlichkeit eines Konzerts in deiner Nähe recht hoch ist.

Plastikflaschenflashmob

(via Superheld)

Gelungene Aktion zum Thema Recycling. Wenngleich die Mülltrennung und -wiederverwendung hier in Deutschland schon zur de facto Pflicht eines jeden Bürgers geraten ist.

In dem Zusammenhang möchte ich The Story of Bottled Water noch einmal erwähnen, die gute und stichhaltige Gründe liefert, warum man nicht vielleicht doch zum Leitungswaser greifen soll. Stop buying bottled water, folks!

Kakkmaddafakka

Ihr lest richtig. Ich bin nicht auf der Tastatur ausgerutscht, sondern habe lediglich den Namen einer finnischen norwegischen Band geschrieben. Anders als so manch melancholisch, düsterer Metaller machen Kakkmaddafakka heiter beschwingliche Musik, irgendwo zwischen Pop, Reggae und Alternative Rock. Das geht gut ins Ohr und passt hervorragend zu den ersten Sonnentagen.

kakkmaddafakka bei Soundcloud

Das beste daran ist: Kakkmaddafakka sind gerade auf Tour und kommen auch nach Leipzig! Am 10.04.11 spielen sie im Werk 2. Wer hat Lust mitzukommen?

(Erneut vom Testspiel)

Schwarze Menschen, frei, ohne Zäune!

© Fotos von R. Arnold/Centraltheater

Es durfte herzhaft gelacht werden. In Grebes WildeWeiteWeltSchau wurden erneut alle Register gezogen: Neben dem üblichen Spektakel von Wilden, Tieren und Kanibalismus  gab es diesmal sogar Sorben zu sehen und eine Reise nach Bautzen zu gewinnen.

Wer die Klimarevue gesehen und gemocht hat, wird sich über diese Inszenierung mehr als freuen. Auch allen anderen sei hiermit noch mal wärmstens empfohlen, sich diesen Grebe-Overkill nicht entgehen zu lassen!

Weitere Termine: 29.01., 05. & 06.02.

Eine ausführliche Kritik zur Premiere gibt es bei der Leipziger Internetzeitung zu lesen. (Achtung, Spoiler!)

© Fotos von R. Arnold/Centraltheater

Kulturraumgesetz

Bin erst kürzlich wieder im Theater gewesen und wurde erneut daran erinnert, dass das noch diese Petition gegen das Sächsische Kulturraumgesetz läuft. Der Gesetzesvorschlag ging im Frühjahr ein und die Petition dagegen läuft Ende diese Woche aus.
Also der Aufruf an alle Leipziger Kulturinteressierten (bes. Centraltheater, Gewandhaus, Oper) – Unterschreiben!