Brave Art: Die Kunst des Scheiterns

Das Spiel, besser gesagt die Demo der letzten Woche, ist beendet und hier spielbar, aber nicht abgeschlossen. Die Bewerbung, die ich damit schmücken wollte, bleibt ungeschrieben. Und von der Programmier-sprache C++ habe ich kaum etwas Neues gesehen.

Aber! Die erste Brave Art ist nicht umsonst gewesen, denn ich habe Folgendes gelernt:

Was sind angemessene Ziele?

Mit solchen Zielen gehen wir genau einen Schritt über das hinaus, was wir können. Das Gefühl von Flow entsteht, wenn sich unsere Fähigkeiten und Herausforderungen auf Augenhöhe begegnen. Die einfachste Beschreibung unserer Fähigkeiten: Die Dinge, die wir schon ein mal gemacht haben. Mit einem Schritt mehr können wir uns also sowohl weiterentwickeln als auch in unserem Flow-Bereich tanzen!

Ein Beispiel:
„Ich entwickle ein Spiel in C++.“ ist ein angemessenes Ziel, weil ich bereits Spiele entwickelt habe, aber C++ noch nicht kenne.
„Ich entwickle ein Spiel in C++, unter Zeitdruck, als Gegenstand einer Bewerbung.“ ist einfach eine Übertreibung, Ignoranz für das, was ich brauche, um in Bestform zu basteln.

Wie nutze ich Zeitlimits am besten?

Sicherlich nicht bei den Grundlagen, wie hier, wenn ich mich in eine neue Programmier-Sprache einarbeite. Lerne in Ruhe und miss dich danach an der Zeit! Während inhaltliche Schranken in den meisten Fällen ein Segen sind, sollte man sich für enge zeitliche Grenzen schon als „fortgeschritten“ bezeichnen. Niemand lernt Auto-Fahren bei einem Straßenrennen, oder? ;)

Und wozu mache ich das?

Es ist an mir, mich zu entschuldigen, dass ich euch, werte Leser, aus den Augen verloren habe. Meine Beiträge waren mehr Denk-Hilfen für mich als Lektüre für euch und das möchte ich hiermit wiedergutmachen. Gelobe Besserung. :D

Rixter heißt im bürgerlichen Leben Rico und beschäftigt sich seit Jahren bereits mit der Entwicklung von Spielen, die von gängigen Standards abweichen. Er war bereits während der Sommerwochen Gastautor auf Astkiefer.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Denkanstößiges, Gastautoren und verschlagwortet mit , , von Rixter. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Rixter

studiert Medieninformatik an der HTW Berlin, um Prototypen seiner Spiele erschaffen zu können * hat das Facebook für Spiel-Entwickler, Gameful.org, mitfinanziert * organisierte öffentliche Veranstaltungen der Computerspielschule Leipzigs, die nun das Familien-Areal der gamescom bereichert * träumt davon, während seines Lebensabends Brote zu backen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>